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Gymnasiastinnen stellen Seminarfacharbeit zum

 

Thema Elly-Viola Nahmmacher vor

 

 

In der Fürstenkapelle erklären (von rechts) Fin Gräfenhan, Annemarie Franke und Winfried Arenhövel den

Besuchern Christiane und Walter Hüttner aus Geilsdorf das Kunstwerk „Prophet“ sowie die hier von der

Kirchgemeinde präsentierten Werke von Elly-Viola Nahmmacher.

 

Gymnasiastinnen stellen Seminarfacharbeit zum Thema Elly-Viola Nahmmacher anlässlich eines Gemeindeabends vor. Weniger als 50 Prozent kennen laut Umfrage unter Greizern den Namen der Künstlerin

 

Mit der Vorstellung ihrer Seminarfacharbeit über das Leben und Wirken der einstigen Greizer Künstlerin Elly-Viola Nahmmacher bereiteten die Schülerinnen des Greizer Ulf-Merbold-Gymnasiums Annemarie Franke und Lin Gräfenhan den Besuchern des Bonhoefferhauses der evangelischen Kirche am Donnerstag einen ganz besonderen Gemeindeabend, der mit Worten von Pfarrer Michael Riedel eröffnet und mit Bach-Werken von Kantor Ralf Stiller musikalisch untermalt wurde.
„Das erste Mal, dass wir von der Bildhauerin Elly- Viola Nahmmacher hörten war im Sommer des
Jahres 2012. Wir hatten zusammen an dem Schreibwettbewerb “Dreibart und das schwarze Gold” teilgenommen und waren in das Museum des oberen Schlosses zur Vorstellung der entstandenen Geschichten eingeladen“, erklärten die beiden Schülerinnen, die bei dieser Gelegenheit einige dort ausgestellte Skulpturen der Greizer Künstlerin zu sehen bekamen. Ihre Großmütter, die sie an diesem Tag begleiteten, wussten einiges über diese herausragende Künstlerin zu berichten. Damals ahnten die beiden noch nicht, dass es Jahre später das Thema ihrer Seminarfacharbeit wird, die sie am Donnerstagabend im Bonhoefferhaus vorstellten. Als sie auf der Suche nach einem Thema waren, brachte sie vor drei Jahren eine Bekannte aus der evangelischen Kirche auf die Idee, über das Leben und das künstlerische Schaffen von Elly-Viola Nahmmacher ausführlich zu berichten. Während der vielseitigen Recherchen stand ihnen Winfried Arenhövel als Seminarfachbetreuer zur Seite.
„Ohne ihn wäre ein großer Teil der Seminarfacharbeit nicht möglich gewesen, da er uns mehrere Bücher zeigte, von denen wir vorher nichts wussten, die aber während des Arbeitsprozesses äußerst wichtig waren. Herr Arenhövel stand uns stets mit Rat und Tat zur Seite und hatte immer Zeit für unsere Fragen“, erklärten die Schülerinnen weiter. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der bekannte Greizer Musiker und Schriftsteller intensiv mit dem Wirken der am 27. Mai in Gera geborenen Künstlerin, die aufgrund einer Versetzung ihres Vaters 1921 nach Greiz kam. Arenhövel hatte er unzählige persönliche Begegnungen mit Elly- Viola Nahmmacher. Vor allem die Besuche in ihrem Atelier bleiben für ihn immer in guter Erinnerung. Verheiratet war sie mit dem Arzt Wilhelm Nahmmacher. Zwei Töchter gehörten zur Familie. Die Geilsdorfer (bei Plauen) Christiane und Walter Hüttner unterstützten die Schülerinnen mit Fotografien von Werken der Künstlerin, die sich in ihrem Privatbesitz befinden.
Hochinteressant sind vor allem die vielen Fakten, die für die Seminarfacharbeit, die mit der Note „sehr gut“ bewertet wurde, zusammen getragen wurden bis hin zu Umfragen unter der Greizer Bevölkerung über den Bekanntheitsgrad Nahmmachers, die als eine der bedeutendsten christlichen Künstler des 20. Jahrhunderts, die 86 Jahre alt wurde und etwa 5000 Werke geschaffen hat, davon sind 3200 registriert. Die Umfragen ergaben, dass vor allem die jungen Greizer wenig über Elly-Viola Nahmmacher wussten. „Das war letztendlich auch der Ausschlag dafür, dass wir dieses Thema für unserer Arbeit ausgewählt haben“, erklärte Annemarie Franke. Die Bildhauerin hatte Ausstellungen in vielen Ländern der Welt und selbst viele Reisen unternommen, wie auch Arenhövel bestätigte. Zu DDR- Zeiten stand sie ständig unter Beobachtung der Staatssicherheit. Eines der bekanntesten Werke Elly-Viola Nahmmachers war die „Feuerapokalypse“, die sie im Gedenken an Oskar Brüsewitz 1977 schuf, welcher sich 1976 aus Protest gegen den Kommunismus und die Unterdrückung der Kirchen in Schulen selbst verbrannte. Mit dem Kreuzweg besitzt die Greizer Katholische Kirche einen großen Schatz der Künstlerin. Beim unermüdlichen Arbeiten an ihren Skulpturen, die aus verschiedenen Materialien entstanden, habe sie ihre Seele und Herzensgüte hinein gemuldet, betonte Elly-Viola Nahmmacher selbst immer wieder.
Im Anschluss an die Vorstellung suchten die Teilnehmer die Fürstenkapelle in der Greizer Stadtkirche auf. Hier hatte die Kirchgemeinde einige Werke der Künstlerin präsentiert. Am 31. Mai findet in der Aubachtaler Kirche in ökumenischer Gottesdienst statt, bei dem es vor allem um Elly-Viola Nahmmacher gehen wird“, kündigte Pfarrer Riedel abschließend an.
 

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C. F.