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Freitag
17. Februar 2012
14:00 Uhr
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Druckgrafikwerkstatt
Greiz,
Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt, Marienstraße 25
Wer einmal eine selbstgefertigte Radierung in
den Händen halten möchte, oder wer schon früher erworbene Fähigkeiten
erweitern will, dem wird in der Druckgrafikwerkstatt Gelegenheit
geboten. Zwischen gestalterischer Anleitung durch den Greizer Grafiker
Hubertus Blase und technischer Umsetzung eigener Bildvorstellungen
verbindet die Teilnehmer gemeinsames Tun.
Anmeldungen zur Teilnahme bis spätestens 5. Februar 2012 über die
Stadtverwaltung Greiz, bei Frau Pischel, Telefon 03661 - 703224 oder per
E-Mail kultur-sport@greiz.de.
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27 Jahre
Druckwerkstatt in Greiz
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Greiz, den 17. Februar 2012 |
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So wird der Druck
von der Platte abgehoben
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Bilder aus
der Druckwerkstatt
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Dank an Frau Buchholz für die Bereitstellung dieser
Archivbilder
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Die Radierung wird mit einer
Radiernadel vom Entwurf auf eine Druckplatte (Zinkplatte)
übertragen. Dabei führt die Ätzradierung oder die
Kaltnadelradierung allgemein, oder in Verbindung
unterstützender Methoden, bis zu einem fertigen Ergebnis,
welches dann im Tiefdruckverfahren über eine Walze auf
feuchtes Papier übertragen wird. Ein spannender Moment für
jeden der Teilnehmer, wenn man das erste Ergebnis sieht.
Sehr schön ist auf dem Papierblatt auch der dekorative
Schatten vom Abdruck der Druckplatte zu sehen.
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Kaltnadelradierung
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Grundlagen
Bei der Kaltnadelradierung wird die Zeichnung unter
Kraftaufwand mit einer in Holz gefassten Stahlnadel oder
einer aus massivem Stahl bestehenden, etwas schwereren
Radiernadel direkt in die Druckplatte (Kaltverformung des
Metalls) eingeritzt. Dabei bewirkt ein stärkerer Druck der
Nadel auch eine stärkere Linie. Das Eigengewicht der
massiven Radiernadel erleichtert dabei etwas die
Zeichenarbeit, die wegen des Metallwiderstandes mit
Kraftaufwand verbunden ist. Zu beiden Seiten der Rillen
stellt sich das verdrängte Material auf und bildet einen
scharfen Grat (der beim Kupferstich als Span entfernt wird).
Alle Flächen bestehen aus einer Konzentration von vielen
Linien. Es folgt keine Ätzung. Auf die Platte wird
anschließend wie bei der Radierung vollflächig Druckfarbe
aufgetragen und anschließend wieder blankgewischt. Dabei
bleibt im feinen Grat neben der eigentlichen Linie
zusätzlich zur Rille Farbe haften. Auf dem Abzug zeigt sich
dann der Strich als erhöhte Farbablagerung, der Grat als
feiner Einschnitt, der zuweilen sogar weiß bleibt und eine
sich dem Grat anschließende samttonige Verschattung, die die
Farbe wiedergibt, die beim Wischen an den Außenseiten des
Grates haftengeblieben ist. Die dadurch entstehende
malerische Wirkung ist das Erkennungsmerkmal gegenüber dem
geätzten Strich der Radierung.
Zur Kaltnadelradierung gehört auch die Bearbeitung der
Platte mittels Mouletten und Rouletten. Besonders feine
Linien und Grauwerte lassen sich mit einem gefassten
Diamanten erzielen..
Die Technik besitzt hohe künstlerische Bedeutung, da sie die
subjektive Persönlichkeit des Künstlers und dessen
Expression mitteilt. Sie wurde um 1480 erstmalig vom
Hausbuchmeister eingesetzt. Rembrandt kombinierte die
Kaltnadel mit der Ätzradiertechnik und verbreiterte und
verband auf diese Weise meisterhaft das Tonwertspektrum
beider Drucktechniken. Im 18. Jahrhundert führten
Jacques-Philippe Le Bas und seine Schüler die Verbindung von
Kupferstichtechnik und der Überarbeitung mit der
Kaltnadeltechnik zur Vollendung. Im 20. Jahrhundert war es
neben Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann
vor allem Picasso, der mit dieser Technik eindrucksvolle
Werke schuf.
Mehr Informationen zu dieser Technologie finden Sie hier
auf den beiden Links.
Kaltnadelradierung
Radierung
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Ein Rückblick in die Greizer Druckwerkstatt 2011
Greiz den 20. Februar
2011 |
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Viele Jahre war die Druckwerkstatt im Greizer Theater
untergebracht. Nun im neuen Theater (Vogtlandhalle) ist
dafür leider kein Platz vorhanden. Es mussten neue
Räumlichkeiten gesucht werden, dabei besichtigten Frau
Buchholz vom Kulturamt mit Herrn Blase auch die Werkstatt
der AWO. Da die ehemalige Kreativwerkstatt der Greizer AWO
zurzeit frei war, war schnell eine Vereinbarung geschlossen
und so zog Herr Blase mit seiner 26. Druckwerkstatt hier
ein. Die Räumlichkeiten sind hier zwar etwas kleiner, aber
dafür sehr gut beleuchtet.
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Das Interesse an der Druckgrafikwerkstatt ist in den letzten
Jahren enorm gestiegen, sodass seit einigen Jahren gleich
zwei Durchgänge durchgeführt werden.
Damit die Kursteilnehmer ihrer kreativen Ideen schließlich
mithilfe der Tiefdrucktechnik in Bilder umsetzen zu können,
brauchen sie die Unterstützung von Hubertus Blase.
Und dieser versteht es sein Wissen mit Feinfühligkeit,
Sachverstand und Akribie zuvermitteln.
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Hier wird viel
Geduld und Feingefühl benötigt
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Das Motiv der
Greizer Schlossbergstraße
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Beim Druck zeigt
sich, ob die Druckplatte gut bearbeitet ist
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