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Die Gräßlitz und der Stadtbrand von 12.-13.10.1902 Bis 1904 lief die Gräßlitz noch mitten durch die Stadt. An ihren Ufern „an der Gräßlitz“ gab’s nur armselige Wohnungen und viele kleine Handwerkbetriebe. Sie war für die Stadtentwicklung ein schweres Hindernis, und die größten Probleme waren bei Unwettern, denn bei Hochwasser stürzten die Fluten mitten durch die Stadt. Die alte Marktstraße um 1900, hier war das Ladenviertel der Stadt, aber die Bausubstanz war schon sehr schlecht, denn die Häuser stammten alle von 1802. Denn 1802 gab es einen Großbrand, der zwei Drittel der Stadt in Schutt und Asche legte. Am 12. Okt 1902 geschah es dann: Einen Hausmeister fiel eine Petroleumlampe zu Boden und es kam zu einem Wohnungsbrand, der sich rasch über die Dächer der benachbarten Häuser zu einem Stadtbrand ausbreitete. Das ganze Häuserviertel zwischen Markt-, Burg -, Marstallstraße und an der Gräßlitz fiel den Flammen zum Opfer. Der Stadtbrand 1902 hatte kaum historische Bausubstanz zurück gelassen. In den darauffolgenden Jahren entstanden auf der Markstraße und an der Gräßlitz zwei neue Straßenzüge mit unterschiedlichen Spielarten des Jugendstils. Diese wurden zu einer attraktiven Bereicherung des Greizer Stadtzentrums. Auf Anweisung der fürstlichen Herrschaft wurde 1903 begonnen, die Gräßlitz vom Regentenplatz durch den Küchengarten in die Elster umzuleiten. Das Bachbett an der Gräßlitz wurde verfüllt und zu einer Straße ausgebaut. Heute ist dies die Thomasstraße, die sich dann ca. 95 Jahre lang zur Hauptdurchgangsstraße (B 94) in Greiz entwickelte.
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An der Gräßlitz um 1900 |
An der Gräßlitz um 1900 |
Die alte Marktstraße um 1900 Repro. Quelle: Heimatkalender 02 |
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An der Gräßlitz, heute Thomasstraße |
Marktstraße |
Marktstraße Repro. Quelle G. Heimatkalender |
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Die Thomasstraße 2004 ehemals an der Gräßlitz |
Marktstraße 2004 |
Marktstraße vom Markt aus gesehen |
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