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Parkfreunde luden ein zu einer
Fachführung
durch den Greizer Park ein
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Der Vereinsvorsitzende Mario Walther begrüßte die erschienenen
Parkfreunde und stellte ihnen den mit der Fachführung beauftragten
Landschaftsarchitekt Helmut Wiegel vor.
Landschaftsarchitekt Helmut Wiegel erklärt, wie der
Greizer Park nach und nach in kleinteiliger Arbeit restauriert wird.
Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten investiert,
einschließlich Fördermittel, eine Million Euro bis 2013.
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| Zurück zu den Wurzeln heißt es im wahrsten
Sinne des Wortes zur Zeit für den Greizer Park. Bis 2013 soll sich das
etwa 3,5 Hektar große Areal vom Sitz der Parkverwaltung über
Sommerpalais, Küchenhaus bis zur Rotunde wieder so präsentieren, wie es
der langjährige Parkdirektor Rudolph Reinecken gegen Ende des 19.
Jahrhunderts umgesetzt hat. Eine Million Euro, gezahlt von der Stiftung
Thüringer Schlösser und Gärten sowie aus verschiedenen
Fördermitteltöpfen, wird in die Restaurierungsarbeiten fließen.
Restaurierung? - richtig gelesen. Eine Parkanlage kann nämlich nicht nur
gehegt und gepflegt und gegebenenfalls verändert, sondern auch
restauriert werden. Das machte Landschaftsarchitekt Helmut Wiegel,
zuständig für das Projekt, am Mittwochabend den etwa 30 Interessierten
klar, die der Einladung des Freundeskreises Greizer Park zum
informativen Rundgang gefolgt waren. Wie kleinteilig diese Arbeit ist,
wurde schon beim Wegebau augenscheinlich. Im Archiv hat der
Landschaftsarchitekt einen Plan von Rudolph Reinecken, ein Schüler von
Carl Eduard Petzold und später selbst Parkdirektor, entdeckt. Auf ihm
ist die Wegeführung durch den Pleasureground - so wird das Schmuckstück
eines jeden Parkes, beim Greizer eben jene jetzt in Angriff genommenen
3,5 Hektar, bezeichnet - sogar topografisch exakt festgehalten. Durch
Anlegen von kleinen Gräben und mit Hilfe des Planes konnte die
ursprüngliche Wegelage genau rekonstruiert werden. Im Laufe der Jahre
kann sich nämlich auch ein Weg verschieben, erklärte Helmut Wiegel.
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„2013 wird über den
Greizer Park mindestens thüringenweit positiv berichtet.“
Helmut Wiegel |
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Die in diesem Jahr schon begonnenen Arbeiten und auch
die im nächsten Jahr werden die Wege wieder in ihre ursprüngliche Form
bringen. Sogar die im Laufe der Zeit durch Aufschüttungen veränderten
Höhen werden dem Ursprung nachempfunden. Denn, so Wiegel, für die Optik
eines Parkes seien gerade geschickt angelegte Höhenunterschiede extrem
wichtig. Selbst die ursprüngliche Farbe der Parkwege wurde bei der
Restaurierung ermittelt. Sie waren gelb und werden es auch künftig
wieder sein. Ebenso können sich Beete im Laufe der Jahre verändern oder
gänzlich verschwinden
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Mit Hilfe von alten Fotos aus den Anfängen des vorigen
Jahrhunderts konnte das Team um Helmut Wiegel auch hier Klarheit
schaffen, wie deren genaue Lage und Aussehen einst war. Und genau diese
Beete werden bald - einige sind schon fast fertig - wieder die Anlage
zieren. Dabei trifft sich in diesen Fällen aber Vergangenheit und
Zukunft. Ein modernes Bewässerungssystem ist in die Beete integriert.
Gespeist soll es von Elsterwasser werden. Im September wird hierfür
extra eine Zisterne gebaut. Dass mühselige Gießen bleibt den
Parkarbeitern so also in Zukunft erspart. Die Puzzlearbeit bei der
Restaurierung der Parkanlage geht sogar soweit, dass man alte Rechnungen
inspizierte. Darauf standen die Blumen, die Reinecken pflanzen ließ. Und
genau diese Sorten wollen die Verantwortlichen haben. Ein kostspieliges
Vergnügen. Für nur eine Zwiebel einer historischen Tulpenart, die früher
Zierde des Parkes war, sind schon mal 5 Euro fällig. Helmut Wiegel
jedenfalls ist zuversichtlich, im Budget zu bleiben: „Das ist uns bisher
immer gelungen.“ Und wenn alles fertig ist, wäre der Park mindestens
thüringenweit in aller Munde.
Textquelle: Holger Zaumsegel OTZ vom 12. August 2011 |
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