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  Wir wandern von Waldhaus zum Schlötengrund




Wir beginnen mit der Wanderung am Parkplatz vor Waldhaus. Links vom Parkplatz steht eine kleine Schutzhütte, dort beginnt der Weg zur alten Kalkhütte. Hier befindet sich das einzige Kalkvorkommen im gesamten Umkreis von Greiz, welches in einer tiefen Grube abgebaut wurde. Diese Grube versorgte Greiz bis zum Bau der Eisenbahn. Eine wesentliche Rolle hatte der Kalk beim Wiederaufbau der Stadt Greiz nach dem großen Stadtbrand von 1802 gespielt, bei dem 2/3 der Stadt den Flammen zum Opfer fielen. Der letzte Kalk wurde im 1. Weltkrieg hier gebrochen und gebrannt. Kurz vor der Kalkhütte ist ein Schaukasten in dem alles beschrieben ist.




Wir gehen den Weg weiter und biegen nach rechts auf den Krümmetalweg ein. Kurz vor Waldhaus kommen wir zu einer Töpferei und anschließend zu einen Umgebindehaus. Wir biegen auf der Hauptstrasse nach links in Richtung Forstverwaltung und Tiergehege ein. Das Tiergehege ist sehr umfangreich und wird mit viel Liebe gepflegt. Nach diesem Aufenthalt wandern wir weiter zur Rundbank, eine um einen Baumstamm gebaute Bank. Hier befindet sich auf der Weggablung auch wieder ein Wegweiser. Wir gehen den Hauptweg weiter und biegen ca. 60 m nach rechts ab




Bei einer großen Eiche biegen wir wieder rechts ab, und nun geht’s den Berg hinab in den Schlötengrund. Unten im Grund angekommen, wenden wir nach rechts und folgen den Schlötenbach aufwärts. Der Weg schlängelt sich langsam aufwärts bis zur ehemaligen Schlödenmühle. Diese war bis zur Wende ein Betriebsferienheim, und stand seitdem leer und den Verfall und Zerstörung preisgegeben. In diesem Jahr hat man die Mühle und das daneben stehende Bettenhaus abgetragen. Heute deutet nichts mehr darauf hin, das hier mal eine Mühle stand. Alle Spuren der Mühle sind weg, die Natur holte sich das Land zurück. Hinter der Mühle durch einen Erdwall angestaut liegt der Schlötenteich. Dieser war als Wasserspeicher für den Mühlenbetrieb nötig, da der Schlötenbach den Müller nicht mit Wasserreichtum bescherte. Bei langer Trockenheit kam es oft zum Stillstand der Mühle.




Die Schlötenmühle vor 75 Jahren

1782 errichtete Johann Georg Lehmann auf einem von der Landcskammer Reuß älterer Linie erworbenen Grundstück die Schlötenmühle, eine Mahl- und Schneidemühle. Da sie unterhalb des Schlötenteiches lag, der zur Fischzucht und Wasserspeicherung diente, waren gute Voraussetzungen zum Mühlenbetrieb gegeben.
1843 wurde im Anwesen eine Gaststätte eröffnet. Sie war eine beliebte Ausflugs- und Einkehrstätte für Greizer Bürger, die in den 1950er Jahren geschlossen wurde. Belieb war auch das Gondeln auf dem oberhalb gelegenen Schlötenteich.




Schlötenmühle ca 1930

Wir biegen oberhalb des Teiches nach links in Richtung Sandwiese ab, wir kommen dann später wieder auf eine Wegkreuzung, dort biegen wir nach rechts in den Hauptweg ein, dieser führt uns dann zurück auf den Parkplatz. Diese Wanderung ist ca. 6 km lang.
Wer noch nicht gleich zum Parkplatz will, kann an der Wegkreuzung auch nach links abbiegen, nach 200 m kommt man an eine weitere Kreuzung. Biegt man nach links ab, geht’s man in das Quell- und Sumpfgebiet des Schlötenbaches, und nach rechts auf die Sandwiese.
Die Sandwiese ist im Sommer ein reicher Blütenteppich. Wer den Weg weiter geht, kommt nach ca. 1,5 km auf den Hauptweg der nach Bildhaus führt. Wir biegen aber wieder rechts ab und sind dann nach ca.1 km auf der Strasse die uns zum Parkplatz nach Waldhaus führt.