Wünschendorfer
Märchenwald eröffnet diesjährige Saison zum Osterwochenende
Von Christine Schimmel
Wünschendorf. Pünktlich zum Osterfest öffnet der Märchenwald
in Wünschendorf und lädt ein, entlang eines schönen
Waldweges 18 originelle Märchenspiele zu besuchen. Seit
Karfreitag können große und kleine Besucher die 850 Meter
lange Strecke entdecken, an der entlang die märchenhaften
Miniaturszenen aufgebaut sind.
Die mit dem Wasser
eines Bächleins angetriebenen bewegten Spiele sind von den
Mitarbeitern des Bauhofes Wünschendorf nach der Winterpause wieder
fit gemacht worden. Alle Hände voll hatten sie in den letzten Tagen
zu tun, um die hölzernen Häuser und Figuren wieder fit zu machen. So
mussten die Wasserräder überprüft, einige Wasserrinnen ausgebessert
und auch einige technische Details erneuert werden. „Das Wasser
sorgt dafür, dass sich die Spiele bis Oktober rund um die Uhr
bewegen. Das stellt hohe Ansprüche an Material und Mechanik", sagte
Bernd Gruschwitz vom Bauhof, der maßgeblich verantwortlich für das
Funktionieren der Märchenspiele ist. Beispielsweise am
„Mühlenspiel", bei dem die Melodie des Liedes „Es klappert die Mühle
am rauschenden Bach" erklingt, hielt neue Antriebstechnik Einzug.
Bernd Gruschwitz zeigt Aryan Lorenz eine
Miniatur-szeneimMärchenwald. Foto: Christine Schimmel
Kleinere Reparaturen sind über
das ganze Jahr über nötig, schließlich existieren einige der
Märchenspiele bereits seit 85 Jahren. Seitdem spazieren Besucher
durch den frei zugänglichen und kostenlosen Märchenwald, genießen
die landschaftlich schöne Strecke. Vor allem Kinder lassen sich in
die Welt der Märchen und Geschichten entführen.
Zum diesjährigen Saisonauftakt wollte man die Gäste mit der 19.
Märchenszene überraschen. Peter Michael Schmidt, Vorsitzender des
Magischen Zirkels Gera, bat die Gäste seines 65. Geburtstages, statt
Geschenken Geld zu geben, das er in ein neues Märchenspiel
investieren wollte. Ganze 600 Euro kamen so zusammen, um den Aufbau
des „Gestiefelten Katers" zu unterstützen. Den Standort hat man
schon festgelegt und auch das Fundament vor anderthalb Wochen schon
gegossen. Der Wünschendorfer suchte sich dieses Märchen nicht ohne
Grund aus: „Da ich als Zauberer arbeite, sollte natürlich ein
Zauberer mitspielen", verriet Schmidt.
Derzeit arbeiten Modellbauer daran, das geplante Schloss mit zwei
Türmen, einer Maus und einem Zauberer zu gestalten. Die Hauptfigur,
den Gestiefelten Kater, hat Modellbauer Matthias Georgi aus Mosen
geschnitzt. In den nächsten Tagen sollen nun noch die Farbgebung und
Befestigung der Figuren auf der neuen Anlage besprochen werden, so
dass im kommenden Jahr alles pünktlich zu Ostern steht.
Quelle: OTZ Greiz
v.7.04.12
Maerchenwald Wuenschendorf
Ein
Ausflug in den Märchenwald Wünschendorf
Ein Anziehungspunkt für
Jung und Alt ist die landschaftlich schöne und reizvolle Umgebung der
Märchenspiele in Wünschendorfer Wald.Vom Wasser des
Kamnitzbaches angetrieben, bewegen viele kleine Gestalten aus der
Märchen- und Sagenwelt.
Der Mühlenbesitzer Herbert Schulze aus
Wünschendorf hatte 1927 die Idee für den Märchenwald und gab gleich die
ersten zwei Wasserspiele in Auftrag. So entstanden die Goldschmiede und
ein Märchenhaus, das die Rotkäppchen Geschichte erzählt. Mit den neu
entstandenen kleinen Wasserspielen wollte Herbert Schulze viele Besucher
nach Wünschendorf locken. Mit der Kraft des Wassers werden seit nunmehr
84 Jahren unzählige kleine Figuren zum Leben erweckt. Mit Hilfe von
Wasserrädern und Seilriemen wird die Kraft des Bächleins auf die
Märchenhäuschen übertragen. Als Vorlage für die Wasserspiele dienten vor
allem alte Wünschendorfer Gewerke. Aber auch die in der heimatlichen
Sagenwelt zu findenden Zwerge fanden Aufnahme im Kamnitzgrund. Viele
neue Wasserspiele mit Märchenmotiven fanden in den folgenden Jahren
einen Platz am Kamnitzbach. Natürlich gibt es auch im Märchenwald böse
Buben die hier, und da mal eine Figur stahlen, oder durch starke
Regenfällen (Hochwasser) die Wasserspiele zerstört wurden. Davon ließen
sich die Wünschendorfer nicht entmutigen, mit viel Tatendrang wurden die
Schäden beseitigt.
Den Märchenwald erreichen Sie zu Fuß oder auch per Boot. Im Ort ist der
Weg sowohl zum Märchenwald als auch zur Gondelstation im Ortsteil
Cronschwitz ausgeschildert. Parkplätze sind im Ort und vor der zur
Gondelstation gehörenden Gaststätte vorhanden.
Maerchen
Diashow vom Märchenwald
Beim Öffnen des ersten
Bildes startet die Diashow mit Klick auf Play
Ein Besuch in den Märchenwald ist
kostenfrei, aber die vielen fleißigen Zwerge, die die Wasserspiele
pflegen und instand setzen, würden sich über eine Spende freuen, denn
für die Erhaltung fallen auch Unkosten an.